Fastenaktion 2020 - Mache dich auf den Weg und werde fairmobil ... zu Fuß ... mit dem Fahrrad ...

Am  1. März hat die Öhringer katholische Kirchengemeinde St. Joseph eine Fastenaktion mit dem Thema „Mache dich auf den Weg und werde fairmobil“ begonnen. Die Gemeindemitglieder und alle interessierten Öhringer sind aufgerufen, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken. An diesem ersten Fastensonntag sowie an den folgenden Sonntagen thematisieren deshalb Aktive aus der Gruppe „Faire Gemeinde“ Alternativen zum motorisierten Individualverkehr.

Am 1. März wurde die Fastenaktion in der Kirche mit einer Gruppe von Fußgängern, Radlern und Rollern eingeläutet. Zu Beginn der Messe gingen und fuhren diese zum Erstaunen der Kirchenbesucher durch den Mittelgang und legten symbolisch Schuhe und Fahrzeuge im Altarbereich ab. Nach der Messe konnten sich auf dem autofreien Platz vor dem Gemeindesaal die Kirchenbesucher sowie Passanten über die Aktion, die in den kommenden Fastensonntagen stattfinden wird, informieren. Die Akteure wollen dazu anregen, Mobilitätsgewohnheiten kritisch zu betrachten und gegebenenfalls „umzukehren“. Viele Wege, die im Alltag zurückgelegt werden, müssen nicht sein, oder zumindest nicht auf immer dieselbe Art. Deshalb werden an den kommenden Fastensonntagen Alternativen um „MIV“, dem motorisierten Individualverkehr, vorgestellt: Am 8. März das Thema „Zu Fuß“ mit Anregungen zur Rückeroberung der Straßen und Wege für den Menschen sowie am 15. März das Thema „Fahrrad“ mit einer kleinen Fahrradwerkstatt. Der 22. März widmet sich den Fahrgemeinschaften mit der Vorstellung des Seniorenmobils und am 29. März werden CarSharing-Autos und -Konzepte zu betrachten sein. Nach der Messe ab 12 Uhr kann bei fair gehandeltem Kaffee diskutiert, Schautafeln betrachtet und alternative Mobilität erlebt werden. Kinder können sich abseits des Autoverkehrs mit Materialien aus dem Spielmobil austoben.

Die Kirchengemeinde St. Joseph hofft, dass mit dieser Aktion Menschen zum Wohl der Gemeinschaft und der Umwelt künftig „anders“ Wege gehen werden, damit unsere Schöpfung bewahrt wird.

Faire Gemeinde

„Wir handeln fair im Kirchenalltag“ ist das Motto der Fairen Gemeinde.

Die „Faire Gemeinde“ ist eine Initiative von Brot für die Welt in Kooperation mit dem Dachverband Entwicklungspolitik Baden Württemberg, dem Dienst für Mission, Ökumene und Entwicklung und dem Umweltbüro der Evangelischen Landeskirche, die im Dezember 2014 gestartet ist.

In Württemberg machen inzwischen 83 evangelische und katholische Kirchengemeinden mit. Unsere Kirchengemeinde St. Joseph gehört jetzt zu den 37 Kirchengemeinden, welche die Auszeichnung „Faire Gemeinde“ bereits erhalten haben.

Im Erntedankgottesdienst am 6. Oktober, in unserer mit Feldfrüchten, Obst, Brot, Blumen und Getreidekrone wunderschön geschmückten Kirche, begleitet von fröhlichem Singen der Kindergartenkinder, dankten wir Gott für die Gaben der Ernte.

Mirjam Knecht von der Landesstelle Brot für die Welt betonte in ihrem Grußwort wie wichtig es ist, als Christinnen und Christen, fair und nachhaltig zu handeln und zu konsumieren. Sie erzählte von ihrer Reise nach Angola, zu den  Menschen, die zu den Ärmsten der Welt gehören und stark an den Folgen des Klimawandels leiden, den wir in den Industrieländern durch unser Wirtschaften und unseren Konsum befeuern.

Die Auszeichnung wurde nach dem Gottesdienst mit Sekt, Kaffee, mit süßen und salzigen Häppchen und mit musikalischer Begleitung der Familie Birkert gefeiert.

Vielen Dank an alle, die mit uns gefeiert haben. Dank an Familie Birkert, das Kirchenkaffee-Team und alle, die bei Auf- und Abbau geholfen haben.

Suchen wir gemeinsam nach Möglichkeiten, wie und wo wir in unserem Alltag nach sozialen, fairen und ökologischen Gesichtspunkten nachhaltig handeln können.

Machen Sie mit, denn fair und nachhaltig handeln heißt:

faire und regionale Getränke und faires Essen zu konsumieren, faire Geschenke zu kaufen, Müll zu vermeiden, achtsam mit Ressourcen umzugehen, Recycling Papier zu benutzen, Produkte aus gebrauchtem Material zum Mehrfachverwenden nutzen und fair gehandelte Blumen oder Blumen aus der Region zu kaufen. Mehr dazu finden Sie in unserer Einkaufsempfehlung.