aktueller Stand Juni 2021

Machbarkeitsstudie

Die Planungen für das gemeinsame Bauprojekt zwischen Kirchengemeinde und Caritas sind in vollem Gange. Das Architekturbüro Gruber aus Bad Saulgau hat in einer Machbarkeitsstudie gezeigt, wie die Gebäude für den vorgegebenen Raumbedarf auf dem Gelände Hunnenstraße 55/Cappelrain realisiert werden könnten und mit welchen Kosten dabei zu rechnen ist. In Beratungen in der Projektgruppe, mit Vertretern der Stadt Öhringen, mit Verantwortlichen des Bischöflichen Ordinariats und im Kirchengemeinderat wurden die Überlegungen und die verschiedene Varianten diskutiert. Dabei zeigte sich, dass die Idee, entlang der Hunnenstraße ein Gebäudekomplex für Caritas (Büros, Wohneinheiten) und Kirchengemeinde (Pfarrbüro) zu errichten, Zustimmung erfährt. Die Variante, auch das bestehende Pfarrhaus in die Planungen mit einzubeziehen, wird eher kritisch gesehen. In diesem neuen Gebäude sollen Räume auch gemeinsam genutzt werden (Technik, Sanitärräume, Eingangsbereich oder Teeküche). Zudem soll ein Raum integriert werden, in dem das gemeinsame Projekt „Laden-Café“ (Arbeitstitel) umgesetzt werden kann. Hier soll ein Begegnungsraum entstehen, in dem Ehrenamtliche sich engagieren können und für psychisch kranke Menschen eine Zuverdienstmöglichkeit besteht. Dafür wurden inzwischen von der Aktion Mensch Mittel bewilligt, mit denen eine Stelle eingerichtet werden kann, um das Projekt zu entwickeln.

 

Auf dem Weg zur Projektvereinbarung und Realisierung

Für die Kirchengemeinde sind vor einer Zustimmung zur gemeinsamen Projektvereinbarung noch die Anerkennung des Raumbedarfs und die Genehmigung der Finanzierung sowie der Projektvereinbarung als solcher durch das Bischöfliche Ordinariat erforderlich. Zudem muss vor einem Beschluss klar sein, wie eine Interimslösung für das Pfarrbüro aussehen kann und welche Kosten möglicherweise damit verbunden sind. Die Caritas muss ebenso in ihren Gremien den Raumbedarf, die Finanzierung und die Projektvereinbarung klären und beschließen. Dies soll im Juni und Juli geschehen. Eine wichtige Frage, die noch detailliert zu klären ist, sind die eigentumsrechtlichen Fragen.

In der Machbarkeitsstudie wie auch im folgenden Realisierungswettbewerb sind vor allem die Parkplatzsituation, die Zufahrt und der Umgang mit den Grünflächen Themen, die sensibel und kreativ mit allen Beteiligten zu beraten sind.

 

Zeitplan

Baldmöglichst soll die Projektvereinbarung zwischen Kirchengemeinde und Caritas unterzeichnet werden. Dann startet der Realisierungswettbewerb, zu dem fünf Architekturbüros eingeladen werden. Dieser wird mit dem Preisgericht zu einem Ergebnis führen. Der genaue Zeitplan hängt noch von einigen zu klärenden Fragen ab. Vor dem Abriss des bisherigen Pfarrbüros würde der Umzug des Büros und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in andere Räume erfolgen. Die Baumaßnahmen könnten dann im Jahr 2023 erfolgen. 2024 könnten die Räume bezogen und das neue gemeinsame Projekt gestartet werden.

 

Kriterien für die Entscheidung der Kirchengemeinde

In der Kirchengemeinderatssitzung im Mai hat Pfarrer Kempter die Kriterien zusammengetragen, die für eine Entscheidung der Kirchengemeinde wichtig sind. Denn das Projekt soll auch für die Gemeinde ein „Gewinn“ sein und dazu beitragen, sich für die Zukunft gut aufzustellen. Das bedeutet:

  • Die Kirchengemeinde bekommt ein neues, effizientes und energetisch optimiertes Gebäude mit geringeren Betriebskosten.
  • Architektonisch und städtebaulich wird Präsenz der Kirchengemeinde gestärkt und eine Öffnung zur Stadt hin erreicht.
  • Die Kirchengemeinde kann sich durch die Öffnung in den Sozialraum (Zusammenarbeit mit der Caritas im Blick auf psychisch erkrankte Menschen) profilieren.
  • Die Kooperation mit der Caritas kann intensiviert und ausgebaut werden.
  • Die Gewinnung neuer ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist möglich durch ein innovatives Projekt (das derzeit so genannte „Laden-Café“).
  • Die Auslastung der Gemeinderäume (Gemeindesaal und Konferenzraum) und die damit verbundenen Mieteinnahmen ist durch eine höhere Nachfrage seitens der Caritas anvisiert.

Was bringt die Kirchengemeinde in das Projekt ein?

  • Personelle Ressourcen (hauptberuflich wie ehrenamtlich) für die Projektbegleitung in der Planungs- und Bauphase sowie für das gemeinsame Projekt.
  • Finanzielle Mittel: 10.000 € für die Machbarkeitsstudie, ca. 20.000 € für den Realisierungswettbewerb, Kosten für das Interimspfarrbüro, Baukosten in Höhe von mindestens 1,3 Mio. €. Diese können durch verschiedene Zuschüsse zum Teil refinanziert werden.
  • Der Abriss des bestehenden Pfarrbüros und eine starke Veränderung des Kirchenareals.
  • Beteiligung am Projekt „Laden-Café“, personell und eventuell auch finanziell.

Bauprojekt Kirche und Caritas am Cappelrain