Pressemitteilung: Gottesdienste nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen

Entscheidung in der Seelsorgeeinheit Öhringen-Neuenstein steht noch aus

Am Samstag (02.05.2020) hat das wegen der Corona-Epidemie eingerichtete Krisenteam der Seelsorgeeinheit Öhringen-Neuenstein über die Ermöglichung von öffentlichen Gottesdiensten beraten und eine sofortige Wiederaufnahme des gottesdienstlichen Lebens abgelehnt. Das aus Mitgliedern des Pastoralteams, Vertretern der Kirchen­gemeinderäte und Mitarbeitern der Gemeinden bestehende Team beschäftigte sich mit der bischöflichen Anordnung, nach der unter strengen Vorgaben ab 9. Mai wieder Messen und Wort-Gottes-Feiern durchgeführt werden können. Die haupt­beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerteten die Regelungen im Blick auf den Schutz vor Infektionen ebenso wie im Blick auf die Auswirkungen auf das gottesdienstliche Geschehen und die konkrete Situation der Gemeinden. Sie lehnten mehrheitlich eine Ermöglichung von Gottesdiensten unter den restriktiven Bedingungen zum jetzigen Zeitpunkt ab und empfahlen, bis Ende Mai auf öffentliche Feiern zu verzichten und die weiteren Ent­wicklungen und Entscheidungen in der Gesellschaft abzuwarten. Grund für dieses Votum war die Meinung, dass die Regelungen nur mit hohem Aufwand umzusetzen seien und zudem die Feier des Gottesdienstes, besonders der Eucharistie mit der dazu gehörigen Kommunion­spendung, erheblich beeinträchtigen. Zudem sei in der aktuellen Situation des Rück­gangs der Infektionen besondere Vorsicht geboten. Auch die Begrenzung der Zahl der Mitfeiernden und die erforderliche Anmeldung zu den Gottesdiensten wurde kritisch gesehen.

Pfarrer Klaus Kempter erklärte am Ende der Beratungen, dass nun die beiden Kirchen­­gemeinderäte in Sondersitzungen entscheiden müssen, wie hier vor Ort mit der bischöflichen Anordnung und der Wiederermöglichung von öffentlichen Gottes­diensten umgegangen wird. Die Sitzungen werden – in Öhringen als Videokonferenz – am Mittwoch (St. Joseph) und Donnerstag (Christus König) stattfinden. Dabei kann auch der Vorschlag aus dem Krisenteam beraten werden, erst nur mit Andachten und kurzen Wort-Gottes-Feiern das gottesdienstliche Leben wieder zu beginnen.

Pressemitteilung

(2.5.2020 – Klaus Kempter)